Welche Feuerwehren im Einsatzfalle alarmiert werden, richtet sich nach der Lage des Unfallortes und ist in einem Einsatzplan genau festgelegt. Um die Einsatzbereitschaft im Stadt - und Landkreis Würzburg während der Rettungsaktion sicherzustellen, wird eine Feuerwehrbereitschaft gebildet die sich aus Mitgliedern aller Würzburger Stadtteilwehren zusammensetzt.
Im Einsatzfall wird die Freiwillige Feuerwehr Versbach an 2 Tunnelportalen zum Einsatz kommen. Dieser Einsatzraum umfasst eine Länge von 600 bzw. 2200 Metern.
Um eine lückenlose Ausbildung und die nötigen Kenntnisse sicherzustellen, findet jährlich ein
1-tägiger Lehrgang direkt am Tunnelhilfszug in Würzburg statt.
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Achtung !!! Der nachfolgende Artikel wurde mit schriftlicher Genehmigung der Deutschen Bahn AG, - Geschäftsbereich Netz -, 60326 Frankfurt am Main erstellt. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass jegliche weitere Veröffentlichung des Inhaltes, einschließlich Banner und Bilder, auch auszugsweise eine erneute Genehmigung durch die Deutsche Bahn AG bedarf ! |
Rettungszug Würzburg der Deutschen Bahn AG
Die in neuerer Zeit erbauten ICE Bahnstrecken sind für den Schnellverkehr zwischen Städten und Ballungsräumen ausgelegt. Die Bahntrassen werden bewusst nicht zu nahe an Gemeinden vorbeigeführt um die Lärm - und Emissionsbelästigung der Anwohner und der Umwelt gering zuhalten. Baulich erfordern diese Bahntrassen jedoch einen grösseren Aufwand an Brücken, Dämmen und Tunnels. An der Schnellbahnstrecke Hannover - Würzburg befinden sich so z. B. 62 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 120 km. Die deutsche Bahn AG hat für diese Strecken speziell einen Rettungszug entwickelt, um bei einem Unfall, Unglücksfall oder Brand effektive und schnelle Hilfe zu erbringen bzw. zu leisten.
Für z. B. den Teilstreckenabschnitt zwischen Fulda - Würzburg stehen in den Bahnhöfen Fulda und Würzburg je ein Rettungszug einsatzbereit. Im Einsatzfall können diese Züge von beiden Seiten unabhängig in die Tunnel einfahren.
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Der Rettungszug setzt sich wie folgt zusammen: |
Baureihe 714, bestückt mit Videokamera (rechts) und Wärmebildkamera (links) für den Einsatz bei Dunkelheit und stark verrauchten Tun- nel, starken Arbeitsschein- werfern und Warnrundum- leuchte, und ständiger Vor- wärmeeinrichtung für den Dieselmotor (Warm- und Hochleistungsstartfunktion).

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Diesellokomotive 1 |
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Transportwagen 1 |
(Gasdicht) mit Wendezugsteuerstand und Monitoren, Wegstreckenzähler, Technikraum für die Luftaufbereitung und Energieversorgung, Atemschutz- geräte, Funk, Transportraum mit Sitz- bänken und Platz für Tragen. Vor Ein- fahrt in einen verqualmten Tunneln steigt der Lokführer in diesen Wagen um und steuert per o.g. Wendezug- steuerstand den Rettungszug. Im Trans- portwagen 1 befindet sich des weiteren noch die Einsatzzentrale mit Funktisch für die Rettungsdienste von Bahn, Feuerwehr und Rettungsdienst.
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Gerätewagen |
mit feuerwehrtechnischer Ausrüstung (LF 16 + RW 2), teilweise doppelte bzw. mehrfache Beladung und bahn- spezifischer Zusatzausrüstung. 40 KVA Dieselgenerator, zusätzlich tragbare Stromgeneratoren (Diesel) sowie wei- teres Rettungsgerät und schweres 20 Tonnen Zuggerät. Zum schnelleren Ausladen des techn. Materials befindet sich im Wagen ein hydraulischer Ket- tenzug mit schwenkbarem Armaus- leger.
mit 20.000 Liter Wasser und 1000 Litern Schaum, sowie zwei festeingebauten Tragkraftspritzen TS 8/8 mit Dieselmotor. Die Tragkraftspritzen (Bild links) befinden sich in einem schallschutzgedämpften und auslaufsicheren (Tank- und Schmiermittel) Gehäuse. Die Abgas- und Warmluftabführung erfolgt direkt über 3 Lüftungsklappen (Bild links unten) nach Außen. Auf dem Löschmittelwagen befinden sich des weiteren noch 100 Krankentragen und 2 Transportwagen für die Schiene um Material, etc. oder max. 3 Krankenliegen mit Verletzten zu transportieren.
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Löschmittelwagen |

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Sanitätswagen |
(Gas- und Druckdicht) mit Raum für Sicherheitstechnik, Luftaufbereitung, Klimatechnik und Energieversorgung, sowie Arbeits- und Aufenthaltsräumen.
2 vollständig Intensiv- Behandlungsplätze für Notärzte, Tragengestellbereich mit Platz für 15 Tragen. Sanitäre Einrichtungen sind selbstverständlich auch vorhanden.

Die Transport- und der Sanitätswagen haben eine eigene Luftversorgung und eine von den übrigen Wagen unabhängige Energieversorgung.
Bei Alarmierung wird der Rettungszug mit dem Wachpersonal und den Freischichten der Berufsfeuerwehr (BF) Würzburg besetzt. Ein Beamter des gehobenen Feuerwehrdienstes fährt als Einsatzleiter ebenfalls mit zur Einsatzstelle (1/3/14). Es werden auch noch Notärzte und Sanitäter aufgenommen (1/3/12).
Weitere Feuerwehren des Landkreises Würzburg und Hilfskräfte werden von der Polizeidirektion Würzburg alarmiert und fahren direkt zum betreffenden Tunnelportal, wo sie auf die Ankunft des Tunnelhilfszuges warten.

Um eine Funkverbindung zwischen den Zügen bzw. Hilfsmannschaften im Tunnel und dem Aussenbereich der Rettungsmannschaften sicher- zustellen, müssen vor der Tunnel- einfahrt die gelben Bündelfunk- relaisstationen (800 MHZ Betrieb) vorab aufgebaut und in Betrieb ge- nommen werden.
Am Tunnelportal steigen die Mit- glieder der Freiwilligen Feuer- wehren zu. Über Luftschleusen werden ihnen später die im Tun- nel von den Feuerwehrleuten geretteten Personen übergeben. Zwischen Sanitätswagen und Transportwagen 2 kann der Zug ferngesteuert getrennt werden, so dass aus Diesellokomotive 2 und Transportwagen 2 eine eigenständige Einheit entsteht. Mit diesem Pendelteil können verletzte Personen oder weiteres Hilfspersonal bzw. Gerät von und zur Unglücksstelle gebracht werden.
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Transportwagen 2 |
wie Transportwagen 1, jedoch ohne Steuerstand
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Diesellokomotive 2 |
wie Diesellokomotive 1
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Wir danken der Deutschen Bahn AG für die freundliche Unterstützung |
Weitere Züge sind noch in Kassel, Hildesheim, Mannheim, und Kornwestheim stationiert.

Hier sieht man die beiden Transport- wagen welche auf dem Löschwagen mitgeführt werden.

Mit Hilfe einer Rampe werden die jeweils 200
kg schweren Ge- räte herunterge- rollt und auf die Schienen ge- setzt.























Unter dem Tranportwagen 1 befinden sich sog. Beladehilfen. Sie dienen dazu um größere Höhen an den Zügen, wie beispielsweise die Fenster leicht und sicher erreichen zu können.



Anmerkung:
Die o.g. Bilder entstanden im Jahre 1999. Hier hatte der gesamte Rettungszug noch die Farbe gelb!






Side Update:
15/01/11

