Unsere Fahne

Marineblauer Samt. In der Tuchmitte prangt golden in blauem Schild das Versbacher Gemeindewappen, der Löwenkopf mit dem Sparren im Maul, links und rechts davon die Jahreszahlen 1869 - 1999. Darüber im Halbbogen “Freiwillige Feuerwehr” und darunter im Spruchband der Ortsname “Versbach”. Eingemeindet wird alles von Ornamentsverziehrungen mit dem Stadtwappen Würzburg, den Bayerischen Rauten und dem Fränkischen Rechen.

Weinroter Brillantsamt. Bilder gestickt. Der Heilige Florian mit Fahne hält seine Hand schützend über das fotografisch dargestellte Versbacher Feuerwehrhaus. Über und unter dem Bild steht in Halbbögen der Text “Helfen in Not ist unser Gebot”. Eingerahmt wird die Seite von Ornamentverziehrungen mit dem in Wappenform dargestellten alten Feuerwehremblem.

Als Fahnenband wird das Gastgeschenk unserer Patenwehr
 der
Freiwilligen Feuerwehr Rimpar
getragen.

Einmarsch beim
Feuerwehrfest in Lauscha

Letzte Vorbereitungen treffen ...

 ...dann kanns losgehen!

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Schließlich hatten die damaligen Führungsspitzen der Versbacher Feuerwehr andere Sorgen. Während die ersteren sich mit dem Aufbau der Wehr und den aufkommenden technischen Erneuerungen bei unzureichenden Unterkünften beschäftigen mussten, musste sich die Wehr insbesondere während der Zeit von Oskar Uhl (1997 bis 1990) nach der Eingemeindung von Verbach in die Stadt Würzburg (1978) mit der Würzburger Berufsfeuerwehr auseinandersetzen und sich nach dem Einzug in das neue Feuerwehrhaus (1979) neu orientieren.

Nach dem 125-jährigen Stiftungsfest 1994 wurde erstmals aus den Reihen der Kameraden zunächst scherzhaft die Meinung geäußert, dass man doch einmal über die Anschaffung einer Fahne nachdenken sollte. Fast alle Wehren um Versbach besäßen eine zur äußeren Repräsentation, nur die Freiwillige Feuerwehr Versbach nicht, was als sehr schmerzlich besonders bei Festivitäten empfunden werde. Diese Wunschvorstellung wurde daher bei der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1996 vorgetragen und diskutiert. Bei der angeregten Probeabstimmung war überraschenderweise eine große Mehrheit dafür, den Verwaltungsrat zu beauftragen, Möglichkeiten zu ermitteln, die zur Beschaffung einer Fahne führen könnten. Dem vom Verwaltungsrat eingesetzten Fahnenausschuss gehörten Anita Stauder, Georg Weigmann, Walter Stauder, Oskar Uhl, und Erwin Rieß an. Sie machten sich sogleich an die Arbeit, um nach Einholen von Informationen bei einschlägigen Fahnenherstellern einen Entwurf für die Fahne zu gestalten. Im Januar 1997 wurde der Jahreshauptversammlung Bericht erstattet. Die Angebote der entsprechenden Firmen liegen zwischen 10 und 14.000.- DM. Vor der Aussprache brachte Herbert Stapff einige Betrachtungen zum Sinnbild der Fahne zu Ge- hör, um die Sensibilität hierfür bei den Mitgliedern zu wecken. Danach sei mit der Fahne eine Menge Symbolik verbunden, welche auch das äußere Zeichen einer Solidargemeinschaft, die nicht an sich selber denkt, darstellt. Die alte Tradition der Fahne als Mittelpunkt einer Gemeinschaft ist seit eh und je ein glaubwürdiges Zeichen für Treue, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft. Deshalb können sich auch die Mitglieder einer Feuerwehr heute wieder ganz bewusst zu einer Fahne bekennen, denn es wird immer schwerer, in unserer heutigen Zeit einen glaubwürdigen Mittelpunkt zu finden.

Mit deutlicher Mehrheit sprach sich die Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1997 für die erstmalige Beschaffung einer Fahne aus. Laut verschiedener Anträge solle der Fahnenausschuss die entsprechenden Grundelemente für die Gestaltung der Fahne und einen Finanzierungsplan vorlegen. Diesen Vorgaben kam der Ausschuss nach und fertigte Entwürfe, von denen einer vom Verwaltungsrat gutgeheißen wurde. Mit dieser Gestaltungsvorlage wurden bei verschiedenen Fahnenstickereien Angebote eingeholt, von denen sich der Verwaltungsrat für das Gebot in von ca. 12.000.- DM einschließlich Zubehör entschied.

Während der Fertigungszeit sammelten die Mitglieder des Fahnenausschusses fleißig Spendengelder bei Geschäfts- und Privatleuten. Dazu kam der Erlös vom Schlachtfest im September 1998 mit einem “Fahnen-Schweinderl”- Wettbewerb. Die Fahnensau im Feuerwehrhaus trug hierbei auch ihren Teil bei. Weitere Spenden sind jedoch immer noch willkommen. Am 20. März 1999 wurde die neue Fahne beim Hersteller abgeholt und anderntags beim Fototermin am Rochusfestplatz den Feuerwehrleuten erstmalig vorgestellt.

Erwin Rieß

Festumzug 1999 in Versbach

Die Fahne soll ein äußeres Symbol für die Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Versbach sein.

In einer Zeit, wo Verbindlichkeit und Bereitschaft für den anderen da zu sein nicht mehr selbstverständlich sind, soll der Spruch auf der Fahne
"Helfen in Not ist unser Gebot" für alle Angehörigen unserer Wehr an erster Stelle stehen!

Die Anschaffung einer Vereinsfahne war bei der Freiwilligen Feuerwehr Versbach war nie ein Thema. In meiner nunmehr über 30-jährigen Funktion als Schriftführer und Chronist habe ich während all den Amtsperioden der Kommandanten, Benkert, Klingert, Freund, Neeser, Huttner, Uhl und noch Anfangszeit des Kommandanten Ullrich keine Zustimmung vernommen.

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15/01/11

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